Wikipedia feiert seinen 10. Geburtstag und die Diskussion um die freie Enzyklopädie und dessen Qualitätsstandard ist nicht neu. Im Hochschulwesen trennen sich die Geister, in wie weit es legitim ist Wikipedia zu rate zu ziehen und sie somit als Quelle anzugeben. Das vermeintliche demokratische Grundprinzips von Wikipedia ist eher ein Theoriespiel, als dass es wirklich so genannt werden kann. (Relativ) Wenige Administratoren haben das letzte Wort. Es geht aber nicht darum, ob Wikipedia komplett ignoriert werden muss oder nicht. Es geht um die Art, wie es benutzt wird. Neben diesen und anderen Problemen ist es eben wichtig reflektiert mit Wikipedia umzugehen und sich dies immer wieder ins Gedächtnis zu rufen. Wenn ein Thema erschlossen werden soll, kann Wikipedia als Anfang dienen um einen Zugang zu finden.
In Zeiten großer Webaffinität wäre es (in vielen Fällen) verfehlt innerhalb einer ernsthaften Recherche Bücher aussen vor zu lassen. Immerhin kann man oft in den Beständen der Bibliotheken gemütlich von zuhause aus suchen und Bücher reservieren. Natürlich gilt dieser Beitrag nicht für jeden Fachbereich, jedes Thema, jede Bibliothek usw.. Bücher sind nicht für jeden Bereich die richtige Antwort und darum geht es auch nicht. Im Kern geht es um die bedachte Wissensbeschaffung und Wissensorganisation. Was genau steht in dem Artikel, passt es mit den anderen Informationen überein? So ist es mir vor einigen Tagen passiert, dass ein Bild eines Künstlers angeblich ein Jahrhundert nach seinem Tod geschaffen wurde. Mein Ziel war es, verschiedene Künstler und deren Werke in einem Zeitlichen Kontext zu zeigen. 100 Jahre sind da schon von Relevanz. Also Obacht, bei der Wissensbeschaffung.

Kommentare

Telepolis hat einen Beitrag über den 10. Geburtstag von Wikipedia veröffentlicht, der noch mehr die speziellen Probleme von Wikipedia beschreibt: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/34/34010/1.html

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